Aprikosen-Clafoutis aus dem Ofen: Warum der französische Klassiker bei 30 Grad locker bleibt

Aprikosen-Clafoutis frisch aus dem Ofen in einer Auflaufform, goldbraun und mit Puderzucker bestäubt, auf einem Holztisch mit frischen Aprikosen daneben

Französisches Dessert · Sommerklassiker

★★★★★ 4,7 60 min 🕐 15 min Vorbereitung 🔥 45 min Backen 📊 Einfach 🔥 290 kcal 🍽 4–6 Portionen 📅 Juni – August
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Der cremigste Clafoutis, den du je aus dem Ofen geholt hast

Dieser Aprikosen-Clafoutis aus dem Ofen ist eines der unkompliziertesten Desserts der französischen Küche. Ein seidiger Eierteig, reife Aprikosen und genau 45 Minuten im Backofen: mehr braucht es nicht. Das Besondere? Die puddingartige, lockere Textur bleibt erhalten, auch wenn draußen 30 Grad herrschen. Ursprünglich stammt der Clafoutis (ausgesprochen: „Klafuti“) aus dem Limousin, einer Region in Zentralfrankreich, wo er traditionell mit Kirschen gebacken wird. Mit Aprikosen bekommt er eine fruchtigere, etwas herbere Note, die ihn zum idealen Sommerdessert macht.

🥗 Nährwerte (pro Portion)

290 kcalKalorien / Portion
8 gEiweiß
11 gFett
38 gKohlenhydrate

🧰 Küchenausstattung

  • Auflaufform (ca. 26 cm) oder Springform 26 cm
  • Rührschüssel
  • Schneebesen oder Handmixer
  • Sieb (für Puderzucker)
  • Messer und Schneidebrett
  • Backpinsel (zum Buttern der Form)

🛒 Zutaten

Für Personen Geschätzte Kosten: · /Person
  • 500 g reife Aprikosen (entkernt, halbiert)
  • 3 Stück Eier (Größe M)
  • 200 ml Vollmilch
  • 100 ml Sahne (Schlagsahne)
  • 80 g Weizenmehl (Type 405)
  • 80 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 20 g Butter (für die Form + 1 TL im Teig)
  • 1 Prise Salz
  • 10 g Puderzucker (zum Bestäuben)

👨‍🍳 Zubereitung

Fortschritt: 0 % der Schritte erledigt

⏱ 10 min Tipp: Tippe auf eine Zeitangabe, um einen Timer zu starten.

  1. Ofen vorheizen. Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Auflaufform oder Springform (26 cm) gründlich mit Butter einpinseln und leicht mit Zucker ausstreuen.
  2. Teig anrühren. Eier, Zucker, Vanillezucker und eine Prise Salz in einer Rührschüssel mit dem Schneebesen kurz verquirlen. Das Mehl auf einmal dazugeben und glatt rühren, bis keine Klümpchen mehr vorhanden sind. Dann Milch und Sahne nach und nach einrühren. Zuletzt 1 TL zerlassene Butter unterrühren. Wichtig: den Teig nicht zu lange und nicht zu kräftig schlagen, sonst wird der Clafoutis zäh statt locker.
  3. Aprikosen vorbereiten. Die Aprikosen waschen, halbieren und entkernen. Die Hälften mit der Schnittfläche nach oben gleichmäßig in die gebutterte Form legen.
  4. Teig aufgießen. Den Teig gleichmäßig über die Aprikosen gießen. Die Form sollte zu etwa zwei Dritteln gefüllt sein, da der Clafoutis im Ofen leicht aufgeht.
  5. Backen. Den Clafoutis auf der mittleren Schiene ⏱ 45 min bei 180 °C backen, bis die Oberfläche goldbraun ist und der Teig gestockt, aber in der Mitte noch leicht wackelig ist. Garprobe: ein Holzstäbchen einstechen, es sollte nur wenig feuchter Teig kleben bleiben.
  6. Abkühlen und servieren. Den Clafoutis ⏱ 10 min in der Form abkühlen lassen. Vor dem Servieren großzügig mit Puderzucker bestäuben. Warm oder bei Zimmertemperatur servieren.

Das Rezept auf einen Blick

Ein einfacher Eierteig aus Eiern, Milch, Sahne und Mehl, reife Aprikosenhälften in der gebutterten Form und 45 Minuten bei 180 °C: das ist alles, was du für diesen Aprikosen-Clafoutis brauchst. Der Schlüssel zur cremigen, puddingartig-lockeren Textur liegt darin, den Teig nicht zu übermixen und die Sahne nicht wegzulassen. Das Ergebnis ist ein elegantes Dessert, das sich genauso gut an einem heißen Juliabend wie auf einem Sonntagsbrunch macht.

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Aprikosen-Clafoutis aus dem Ofen mit Puderzucker, Pinterest-Rezeptkarte
Aprikosen-Clafoutis: der lockere Sommerklassiker aus Frankreich. Jetzt merken und nächsten Sommer wieder backen!
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✨ Mein Clafoutis, drei Variationen für drei Stimmungen

Der Klassiker aus dem Limousin: Ersetze die Aprikosen einfach durch 400 g entsteinte Kirschen. Das ist das Ursprungsrezept, das in der Region noch immer mit Kern gebacken wird, weil er dem Teig ein leichtes Mandelaroma gibt. Wer mag, kann das übernehmen.

Mit Mandeln und Orangenabrieb: Gib 2 EL gemahlene Mandeln in den Teig und reibe die Schale einer unbehandelten Orange hinein. Das verstärkt das nussige Aroma und harmoniert wunderbar mit der Säure der Aprikosen.

Leichter und weniger süß: Ersetze die Sahne durch Crème fraîche und reduziere den Zucker auf 60 g. Der Clafoutis wird etwas fester, aber angenehm frisch. Ideal, wenn du ihn kalt servieren möchtest.

Mit Mandelsplittern: Streue vor dem Backen eine Handvoll Mandelsplitter über den Teig. Sie werden goldbraun und geben dem Dessert einen schönen Crunch-Kontrast zur weichen Füllung.

❄️ Aufbewahrung

Den abgekühlten Clafoutis abdecken und im Kühlschrank aufbewahren: er hält sich bis zu 2 Tage. Zum Aufwärmen einfach einzelne Portionen bei 150 °C für etwa ⏱ 10 min in den Ofen schieben oder kurz in der Mikrowelle erwärmen. Kalt schmeckt er ebenfalls sehr gut, besonders an warmen Tagen. Einfrieren ist möglich, leidet aber unter der Textur: der Teig wird beim Auftauen etwas wässrig.

🍷 Saison und Begleitung

🍷
Getränketipp: Ein gekühlter Muscat d’Alsace oder ein leichter Rosé aus der Provence passt hervorragend zu den fruchtigen Aprikosen. Wer es alkoholfrei mag: ein Aprikosennektar mit einem Spritzer Zitrone oder ein leichter Pfirsich-Eistee runden das Sommerdessert perfekt ab. Dazu reicht man gerne einen Klecks Crème fraîche oder frisch geschlagene Sahne.

Ideale Saison:

Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

💡 Tipps und Tricks für den perfekten Aprikosen-Clafoutis

Bei welcher Temperatur und wie lange backt man Aprikosen-Clafoutis?
Die klare Empfehlung: 180 °C Ober-/Unterhitze für 40 bis 45 Minuten. Niedrigere Temperaturen (160 °C) ergeben einen blässlichen, zu weichen Clafoutis, höhere (200 °C) lassen ihn außen zu schnell stocken, bevor die Mitte gar ist. Bei 180 °C wird er gleichmäßig goldbraun und behält innen seine typische, puddingartige Konsistenz.
Warum bleibt der Clafoutis locker und cremig, auch bei Sommerhitze?
Das Geheimnis liegt im Verhältnis von Eiern, Milch und Sahne sowie im schonenden Mischen. Der Teig ähnelt einem Pfannkuchenteig, ist aber durch die Sahne reicher und durch die Eier stabiler. Wer den Teig nicht überschlägt, verhindert, dass zu viel Gluten entsteht, das den Clafoutis zäh machen würde. Nach dem Backen kurz abkühlen lassen: die Textur festigt sich dabei noch leicht, bleibt aber innen weich. Bei 30 Grad Außentemperatur verändert sich an der Struktur nichts, solange der Clafoutis nicht in der Sonne steht.
Wird Clafoutis warm oder kalt gegessen?
Beides ist möglich und beides ist gut. Traditionell wird der Clafoutis warm oder lauwarm aus der Form serviert. Kalt schmeckt er an einem heißen Sommertag ebenfalls wunderbar: die Textur wird etwas fester und erinnert fast an einen leichten Pudding. Mit einem Löffel Crème fraîche oder Schlagsahne ist er in beiden Varianten ein Genuss.
Kann man Clafoutis wieder aufwärmen?
Ja, ohne Probleme. Einzelne Portionen einfach bei 150 °C für etwa 8 bis 10 Minuten im Ofen erwärmen, alternativ kurz in der Mikrowelle. Er verliert dabei kaum an Textur. Nicht bei zu hoher Hitze aufwärmen, sonst wird die Oberfläche trocken.
Was bedeutet „Clafoutis“ auf Französisch?
Das Wort „Clafoutis“ leitet sich vom altfranzösischen Verb „clafir“ ab, was so viel bedeutet wie „füllen“ oder „vollstopfen“. Gemeint ist das Befüllen der Form mit Früchten, die dann vom Teig umhüllt werden. Das Gericht stammt ursprünglich aus dem Limousin, einer Region in Zentralfrankreich, und wurde zunächst ausschließlich mit Kirschen gebacken.
Wann gibt es die besten Aprikosen für den Clafoutis?
Die Hauptsaison für Aprikosen in Frankreich und Südeuropa liegt zwischen Mitte Juni und Ende August, mit dem Höhepunkt im Juli. Für den Clafoutis eignen sich reife, aber noch feste Früchte am besten, da sie beim Backen ihre Form behalten und nicht zu viel Flüssigkeit abgeben. Französische Aprikosen aus dem Rhônetal oder aus dem Roussillon gelten als besonders aromatisch.

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