Französische Küche · Sommerdessert
Warum der Pfirsich-Clafoutis auch bei Sommerhitze locker bleibt
Ein Pfirsich-Clafoutis aus dem Ofen ist kein Kuchen, kein Flan und kein Pfannkuchen – er ist genau das Richtige, wenn es draußen 30 Grad hat und man trotzdem etwas Warmes, Cremiges backen möchte. Was ihn so besonders macht: Sein Geheimnis liegt im Milch-Ei-Verhältnis. Genau dieses Verhältnis sorgt dafür, dass der Clafoutis (französisch für einen Teig, der über die Früchte gegossen wird, vom Verb clafir – „füllen“) auch im Sommer seine zarte, locker-cremige Textur behält. Zusammen mit reifen Pfirsichen, Vanillemark und etwas Sahne entsteht ein Sommerdessert, das aus dem Limousin stammt und in deutschen Küchen längst angekommen ist.
🥗 Nährwerte (pro Portion)
🧰 Küchenausstattung
- Auflaufform (ca. 28 cm Durchmesser oder 20×28 cm rechteckig)
- Rührschüssel (groß)
- Schneebesen
- Messbecher und Küchenwaage
- Kleines Messer zum Entkernen der Pfirsiche
- Backpinsel (für die Butter in der Form)
- Zahnstocher oder Stricknadel (Garprobe)
🛒 Zutaten
- 4 Stück reife Pfirsiche (am besten vom Markt, Juli–August)
- 3 Stück Eier (Größe M, Zimmertemperatur)
- 200 ml Vollmilch (für Cremigkeit unverzichtbar)
- 100 ml Sahne (mindestens 30 % Fett)
- 70 g Weizenmehl (Type 405)
- 80 g Zucker
- 1 Stück Vanilleschote (Mark ausgekratzt)
- 20 g Butter (weich, für die Form und den Teig)
- 1 Prise Salz
- 1 EL Puderzucker (zum Bestäuben vor dem Servieren)
👨🍳 Zubereitung
Fortschritt: 0 % der Schritte erledigt
⏱ 10 Min. Die Zeitangaben in den Schritten sind anklickbare Timer – einfach antippen und der Countdown startet.
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Backofen vorheizen. Den Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze (oder 160 °C Umluft) vorheizen. Die Auflaufform mit der weichen Butter einpinseln und leicht mit etwas Zucker ausstreuen – das gibt eine leicht knusprige Randkruste.
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Teig anrühren – die Reihenfolge zählt. Zuerst Eier und Zucker in der Schüssel mit dem Schneebesen kräftig aufschlagen, bis die Masse leicht schaumig ist. Dann das Vanillemark und die Prise Salz einrühren. Das Mehl auf einmal dazugeben und glatt einrühren – keine Klümpchen. Erst jetzt Vollmilch und Sahne nach und nach einrühren, bis ein gleichmäßiger, flüssiger Teig entsteht. Zum Schluss die 20 g Butter (geschmolzen und leicht abgekühlt) untermischen. Den Teig ⏱ 15 Min. ruhen lassen – so quellen die Mehlstärken und der Clafoutis bäckt lockerer auf.
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Pfirsiche vorbereiten. Die Pfirsiche waschen, halbieren und entkernen. Je nach Reife die Schale abziehen oder belassen – bei sehr reifen, aromatischen Pfirsichen aus dem Sommer bleibt sie ruhig dran. Die Hälften in Spalten schneiden (4–6 pro Hälfte) und gleichmäßig in der gebutterten Form auslegen, mit der Schnittfläche nach oben.
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Teig über die Früchte gießen. Den ruhenden Teig noch einmal kurz verrühren und gleichmäßig über die Pfirsiche gießen. Die Früchte sollen etwa zur Hälfte im Teig versinken – das ist genau richtig. Nicht erschrecken: Der Teig ist sehr flüssig. Das ist bei Clafoutis so gewollt.
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Backen bis goldbraun. Die Form in den vorgeheizten Ofen auf die mittlere Schiene schieben. ⏱ 35 Min. backen, bis der Clafoutis goldbraun ist und die Oberfläche leicht gewölbt aussieht. Zur Garprobe einen Zahnstocher in die Mitte stecken: Er soll sauber herausgehen, aber der Teig darf noch leicht wackeln – das ist das Zeichen für eine cremige, nicht trockene Textur.
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Ruhen lassen und servieren. Den Clafoutis aus dem Ofen nehmen und ⏱ 10 Min. ruhen lassen – er fällt dabei leicht zusammen, was vollkommen normal ist. Mit Puderzucker bestäuben und lauwarm direkt aus der Auflaufform servieren. Ein Klecks Crème fraîche passt wunderbar dazu.
Kurz zusammengefasst
Teig in der richtigen Reihenfolge anrühren, reifen Pfirsichen in die gebutterte Form geben, bei 175 °C goldbraun backen und lauwarm mit Puderzucker servieren. Der Clafoutis braucht kein Backpulver, keine Rührmaschine und kein Talent für Patisserie – nur gute Früchte und etwas Geduld beim Ruhen des Teigs.
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✨ Mein Clafoutis, vier Früchte, vier Stimmungen
Das Grundrezept bleibt immer gleich – was sich ändert, sind die Früchte. Aprikosen (etwas fester als Pfirsiche) geben einen leicht säuerlichen Kontrast, der gut mit dem süßen Vanilleteig harmoniert. Einfach entkernen und halbieren, keine weitere Vorbereitung nötig. Nektarinen lassen sich 1:1 wie Pfirsiche verwenden, ihre Schale bleibt angenehm zart und sorgt für einen schönen Farbkontrast nach dem Backen. Wer es dunkler und etwas herber mag, greift zu Brombeeren oder Pflaumen: Beide Früchte liefern etwas mehr Saft, daher empfiehlt es sich, die Backzeit um 3–5 Minuten zu verlängern und die Garprobe sorgfältig zu machen. Für eine glutenfreie Variante lässt sich das Weizenmehl 1:1 durch Reismehl oder ein Gemisch aus Mandelmehl und Speisestärke (50:50) ersetzen. Mandelmehl gibt dem Clafoutis eine etwas dichtere, fast marzipanähnliche Note – wer das mag, ergänzt noch ein paar Tropfen Bittermandelextrakt.
❄️ Aufbewahrung
Clafoutis schmeckt frisch aus dem Ofen am besten. Reste können abgedeckt im Kühlschrank bis zu 2 Tage aufbewahrt werden. Zum Aufwärmen die gewünschte Menge bei 150 °C für etwa 8 Minuten in den Ofen geben oder kurz in der Mikrowelle erwärmen. Kalt gegessen hat er fast die Konsistenz eines Flans – ebenfalls angenehm, aber eine andere Erfahrung. Einfrieren ist möglich, beeinträchtigt jedoch die Textur spürbar.
🍷 Saison und Begleitung
Ideale Saison:



