Ostern steht vor der Tür, der Frühling setzt sich durch — und mit ihm die Lust, die Tafel festlich zu decken, ohne sich selbst in der Küche zu verlieren. Wer Gäste einlädt, kennt das Dilemma: Man möchte im Essen aufgehen, nicht darin versinken. Draußen blühen die ersten Kirschbäume, auf dem Markt liegen zarte Spargel, junges Lammfleisch und die letzten Winterwurzeln neben dem ersten Frühlingsgemüse – ein idealer Moment, um ein Drei-Gänge-Menü zu komponieren, das nach Saison schmeckt und nach Aufwand nicht riecht.
Dieses Ostermenü ist vollständig vorbereitbar: Vorspeise, Hauptgang und Dessert lassen sich jeweils am Vortag oder am Morgen des Festes fertigstellen, sodass Sie beim Läuten der Türglocke entspannt an der Schwelle stehen – Glas in der Hand. Die drei Gänge sind aufeinander abgestimmt: frisch und leicht im Einstieg, aromatisch und sättigend in der Mitte, süß-zart zum Abschluss. Binden Sie die Schürze, sobald Sie möchten.
| Vorbereitung gesamt | ca. 90 Min (verteilt auf 2 Tage) |
| Kühlzeit / Ruhezeit | mind. 4 Std., idealer Weise über Nacht |
| Portionen | 6 Personen |
| Schwierigkeitsgrad | Mittel |
| Kosten | €€€ |
| Saison | Weißer Spargel, Lammkeule, Erbsen, Meerrettich, Erdbeeren |
Das menü im Überblick
Drei Gänge, ein roter Faden: Frühlingsfrische, festliche Tiefe, eleganter Abschluss.
- Vorspeise: Weißer Spargelterrine mit Meerrettichcreme und Kressesalat
- Hauptgang: Langsam geschmorte Lammkeule mit jungen Erbsen, Minzbutter und Kartoffelgratin
- Dessert: Zitronenpanna-cotta mit mazerierter Erdbeere und Basilikumöl
Vorspeise: weißer Spargelterrine mit meerrettichcreme und kressesalat
Zutaten für 6 Personen
-
1
kg weißer Spargel, möglichst gleichmäßige Stangen, frisch vom Markt -
4 Blatt
Gelatine (oder 2 TL Agar-Agar für eine vegetarische Version) -
200
ml Spargelkochwasser, abgekühlt -
150
ml Sahne, leicht geschlagen -
2 EL frisch geriebener
Meerrettich (oder hochwertiger Meerrettich aus dem Glas) -
150
g Crème fraîche - 1 TL Dijonsenf
-
½ unbehandelte
Zitrone, Saft und abgeriebene Schale -
1 Bund
Gartenkresse - 2 EL mildes Olivenöl
- Salz, weißer Pfeffer, Zucker
Ustensiles
- Kastenform (ca. 25 cm), mit Frischhaltefolie ausgelegt
- Großer Topf für den Spargel
- Handmixer oder Schneebesen
- Schüsseln, Messer, Sparschäler
Zubereitung
1. Spargel garen und vorbereiten
Den Spargel großzügig schälen — das holzige Ende entfernen, und zwar mehr als man meint: weiße Spargelschalen bleiben auch nach dem Kochen zäh und trüben die Textur der Terrine. In einem breiten Topf Wasser mit einer Prise Salz, einem Teelöffel Zucker und einem Stich Butter aufkochen. Den Spargel liegend einlegen und je nach Dicke
12 bis 15 Minuten bei sanftem Sieden garen — er soll weich, aber noch schnittfest sein. Auf einem Küchentuch abtropfen und abkühlen lassen. Das Kochwasser durch ein feines Sieb gießen und
200 ml davon für die Gelatine aufbewahren.
2. Terrine aufbauen
Die Gelatineblätter in kaltem Wasser einweichen —
einweichen bedeutet hier: mindestens 5 Minuten in reichlich Flüssigkeit liegen lassen, bis die Blätter sich geschmeidig anfühlen. Das Spargelwasser leicht erwärmen, die ausgedrückte Gelatine darin auflösen. Abkühlen, bis die Masse beginnt zu gelieren — sie soll die Konsistenz von flüssigem Honig haben. Dann die halbgeschlagene Sahne vorsichtig unterheben: eine Bewegung von unten nach oben, die Luft einschließt, ohne sie zu zerstören. Die Masse mit Salz, Pfeffer und einem Hauch Zitronensaft abschmecken. Die Kastenform abwechselnd mit Spargelstangen und der Gelatine-Sahne-Masse schichten, straff einwickeln und
mindestens 6 Stunden, besser über Nacht, im Kühlschrank fest werden lassen.
3. Meerrettichcreme und Kressesalat
Crème fraîche mit geriebenem Meerrettich, Senf, Zitronenschale und einer Prise Salz verrühren. Die Creme braucht keine Garvorbereitung — sie kann ebenfalls am Vortag angesetzt und abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt werden, wobei die Aromen mit der Ruhezeit noch deutlicher werden. Den Kressesalat erst kurz vor dem Servieren mit Olivenöl, Zitronensaft, Salz und Pfeffer anmachen, sonst verliert er seine Frische und Knackigkeit.
4. Anrichten
Die Terrine aus der Form stürzen, die Folie abziehen und mit einem in heißem Wasser getauchten Messer in
1,5 cm dicke Scheiben schneiden — ein sauberer Schnitt setzt die Schichtung in Szene. Je eine Scheibe auf einen kühlen Teller legen, einen Löffel Meerrettichcreme daneben setzen, Kresse locker darüber verteilen.
Hauptgang: langsam geschmorte lammkeule mit jungen erbsen, minzbutter und kartoffelgratin
Lammfleisch zu Ostern ist keine Modeerscheinung, sondern tief verwurzelte Tradition: In vielen europäischen Küchen symbolisiert das junge Tier den Frühlingsanfang. Eine langsam geschmorte Lammkeule gehört zu jenen Gerichten, die Zeit in Tiefe verwandeln — und die sich kaum besser für entspanntes Gastgeben eignen. Das Fleisch ist am Vortag fertig, wird bloß sanft aufgewärmt, und entfaltet dann auf dem Tisch eine Wärme und einen Geruch, der die gesamte Tafelrunde zu einem langen Sitzen einlädt.
Zutaten für 6 Personen
-
1
Lammkeule (ca. 2 kg, mit Knochen), pariert - 4 Knoblauchzehen, halbiert
- 4 Zweige frischer Rosmarin
- 4 Zweige frischer Thymian
-
300
ml trockener Rotwein (Côtes du Rhône oder Chianti) -
300
ml Lammfond oder Kalbsfond - 2 Möhren, grob gewürfelt
- 2 Stangen Staudensellerie, grob geschnitten
- 2 Zwiebeln, geviertelt
- 3 EL Olivenöl
- Salz, schwarzer Pfeffer, 1 TL Tomatenmark
Für die Minzbutter:
-
120
g weiche Butter - 2 EL frische Minzblätter, fein gehackt
- 1 TL Zitronenabrieb
- Salz
Für die Erbsen:
-
400
g junge Erbsen (frisch ausgeschält oder TK-Qualität) -
20
g Butter - Salz, weißer Pfeffer
Für das Kartoffelgratin:
-
1,2
kg festkochende Kartoffeln, geschält, in dünne Scheiben gehobelt -
400
ml Sahne - 1 Knoblauchzehe, angedrückt
-
100
g geriebener Gruyère - Salz, Muskatnuss, Butter für die Form
Ustensiles
- Großer Schmortopf oder Bräter mit Deckel
- Backform für das Gratin (ca. 30 × 20 cm)
- Mandoline oder sehr scharfes Messer für die Kartoffelscheiben
- Frischhaltefolie für die Minzbutter
- Pinsel zum Bestreichen
Zubereitung
1. Lammkeule am Vortag schmoren
Den Backofen auf
220 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Lammkeule rundum mit Salz und Pfeffer einreiben. Mit einem spitzen Messer kleine Taschen in das Fleisch stechen und je ein halbes Knoblauchzehe sowie einen kleinen Rosmarinzweig hineinstecken — dieses Spicken sorgt dafür, dass die Aromen von innen nach außen arbeiten. Im Bräter das Olivenöl auf dem Herd stark erhitzen und die Keule auf allen Seiten scharf anbraten:
3 bis 4 Minuten je Seite, bis eine tiefbraune, fast karamelisierte Kruste entsteht. Durch diese Maillard-Reaktion, der Bräunung durch trockene Hitze, erhält das Schmorgericht seinen Kern aus Röstaroma.
Das Gemüse und das Tomatenmark zugeben, kurz mitschwitzen, mit dem Rotwein ablöschen. Den Fond angießen, die restlichen Kräuterzweige einlegen. Deckel schließen, in den Ofen schieben und die Temperatur auf
160 °C reduzieren.
2,5 bis 3 Stunden schmoren lassen. Das Fleisch ist gar, wenn es sich mit einer Gabel fast von selbst löst. Aus dem Fond nehmen, abkühlen lassen, abgedeckt in den Kühlschrank stellen. Den Fond durch ein Sieb passieren, entfetten, erneut aufkochen, einreduzieren bis er leicht sirupartig glänzt — das ist die Sauce, die am nächsten Tag bloß aufgewärmt wird.
2. Kartoffelgratin vorbereiten
Die Sahne mit der angedrückten Knoblauchzehe, Salz und frisch geriebener Muskatnuss aufkochen. Die Kartoffelscheiben, die
2 bis 3 mm dünn sein sollten, damit sie beim Backen gleichmäßig garen, dachziegelartig in die gebutterte Form schichten. Die Sahnemischung darübergießen, den Gruyère gleichmäßig aufstreuen. Abgedeckt mit Folie
45 Minuten bei 170 °C backen, Folie entfernen und weitere
20 Minuten goldbraun gratinieren. Das Gratin kann vollständig abkühlen und am Festtag bei
160 °C in etwa 20 Minuten aufgewärmt werden – es lässt sich dabei sogar sauberer schneiden als frisch aus dem Ofen.
3. Minzbutter rollen
Weiche Butter, Minze, Zitronenabrieb und Salz mit einer Gabel zu einer homogenen Masse arbeiten. Die Masse auf einem Stück Frischhaltefolie zu einer Rolle formen, fest einwickeln und im Kühlschrank fest werden lassen. Am Servierabend in
1 cm dicke Scheiben schneiden und direkt auf das heiße Fleisch legen – sie schmilzt langsam auf und verbindet sich mit dem Bratensaft zu einer seidigen, kräuterwürzigen Glasur.
4. Erbsen kurz vor dem Servieren
Die einzige Komponente dieses Menüs, die nicht vorbereitet werden kann, sind die Erbsen. Sie brauchen
3 bis 4 Minuten in leicht gesalzenem, kochendem Wasser. Schrecken Sie sie danach sofort ab, damit ihre grüne Farbe leuchtet. In Butter schwenken, mit Salz und weißem Pfeffer abschmecken. Fertig.
Dessert: zitronenpanna-cotta mit mazerierter erdbeere und basilikumöl
Panna cotta ist das Dessert für überlegte Gastgeber: Sie steht seit Stunden im Kühlschrank und wartet ruhig auf ihren Auftritt. Diese Version ist schlanker als die klassische Variante – mit einem hohen Anteil an Buttermilch, die Frische und eine dezente Säure einbringt, sowie mit Zitronenschale parfümiert. Dazu kommen die ersten Erdbeeren der Saison, die in Zucker und etwas Balsamico mazerieren. Mazerieren bedeutet, dass die Erdbeeren in Flüssigkeit einweichen, bis Fruchtsaft und Aromastoffe aufgehen und eine kleine, natürliche Sauce entsteht.
Zutaten für 6 Personen
-
300
ml Sahne (mind. 30 % Fett) -
300
ml Buttermilch -
80
g Zucker - 4 Blatt Gelatine (oder 2 TL Agar-Agar)
- Abgeriebene Schale von 2 unbehandelten
Zitronen - 1 Vanilleschote, ausgekratzt
Für die Erdbeeren:
-
400
g frische Erdbeeren, geputzt und geviertelt - 2 EL Zucker
- 1 TL weißer Balsamicoessig
- 1 Prise Salz
Für das Basilikumöl:
- 20 g frische Basilikumblätter
-
80
ml mildes Olivenöl oder neutrales Pflanzenöl - 1 Prise Salz
Ustensiles
- 6 kleine Förmchen oder Gläser (ca. 120 ml Fassungsvermögen)
- Kleiner Topf
- Stabmixer oder Standmixer für das Basilikumöl
- Feines Sieb
Zubereitung
1. Panna cotta gießen
Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Sahne, Zucker, Zitronenschale und Vanillemark in einem kleinen Topf erhitzen – nicht kochen, nur bis zum Dampfen. Hitze abschalten, die ausgedrückte Gelatine einrühren, bis sie vollständig gelöst ist. Abkühlen lassen, bis die Masse handwarm ist, dann die Buttermilch sanft unterrühren. Die Mischung durch ein feines Sieb in die vorbereiteten Förmchen gießen und
mindestens 4 Stunden, idealerweise über Nacht, kalt stellen.
2. Erdbeeren mazerieren
Die geviertelten Erdbeeren mit Zucker, Balsamico und einer Prise Salz vermischen – das Salz ist kein Fehler: Es hebt die Fruchtsüße und zieht den Saft schneller heraus. Abgedeckt
mindestens 2 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen. Der entstehende Sirup ist intensiv rosa und süßlich-säuerlich.
3. Basilikumöl zubereiten
Basilikumblätter kurz in kochendem Salzwasser
blanchieren – 10 Sekunden, dann sofort in Eiswasser tauchen. Das Blanchieren fixiert das Chlorophyll und verhindert, dass das Öl nach kurzer Zeit seine Farbe verliert. Ausdrücken, mit dem Öl und einer Prise Salz fein mixen, durch ein Sieb passieren. Das fertige Öl ist tiefgrün und hält im Kühlschrank mehrere Tage.
4. Anrichten und stürzen
Die Panna cotta kurz in heißes Wasser tauchen und auf einen tiefen Teller stürzen. Alternativ kann sie direkt im Glas serviert werden. Einige Löffel mazerierte Erdbeeren mit ihrem Sirup anlegen und einen feinen Streifen Basilikumöl ziehen. Dank des Kontrasts aus dem milchweißen Pudding, dem leuchtenden Rot der Erdbeeren und dem intensiven Grün des Öls sind die Teller optisch fertig, bevor der erste Löffel angesetzt wird.
Mein Tipp für entspanntes Gastgeben
Erstellen Sie sich am Vorabend eine schlichte Liste mit drei Spalten: was im Kühlschrank steht, was aufgewärmt werden muss und wann. Das Kartoffelgratin braucht
20 Minuten bei 160 °C, die Lammkeule
25 bis 30 Minuten abgedeckt im Ofen – beides lässt sich problemlos parallel erwärmen. Die Panna cotta steht fix bereit, die Erdbeeren ebenfalls. An diesem Tag müssen Sie lediglich die Erbsen kochen und das Basilikumöl auf die Teller geben. Das ist alles.
Weinbegleitung zum Ostermenü
Ein Drei-Gänge-Menü verlangt nicht zwingend drei verschiedene Weine, aber zwei Flaschen erlauben eine kluge Dramaturgie: ein frischer Weißwein zum Spargel, ein körperreicher Roter zum Lamm.
Zur Spargelterrine passt ein trockener, aromatisch-würziger Weißwein mit guter Säure – ein
Grüner Veltliner aus der Wachau oder dem Kamptal bringt die nötige Frische, ohne den feinen Spargelgeschmack zu überdecken. Wer lieber elsässisch trinkt: ein
Pinot Gris Vendanges Tardives, leicht und duftend. Zum Lamm empfiehlt sich ein gereifter
Côtes du Rhône Villages oder ein
Chianti Classico Riserva, beides Weine mit genug Tannin und dunkler Frucht, um die Schmortiefe des Fleisches zu spiegeln. Für die Panna cotta bietet sich ein Glas
Moscato d'Asti an, leicht schäumend und zart süß. Alternativ passt gekühltes Quellwasser, da der Nachtisch süß genug ist, um alleine zu stehen.
Tradition, neu gedacht
Das Osterlamm hat in Europa eine Jahrtausende alte Symbolik, die weit über die christliche Tradition hinausreicht. In vielen Kulturen des Nahen Ostens und Mittelmeerraums markiert ein Lamm-Festessen das Ende der Fastenzeit und den Beginn der wärmeren Monate. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist die Lammkeule zu Ostern heute mehr Familienritual als religiöses Gebot – ein Gericht, das mit langer, stiller Garzeit den Charakter eines Festtags hat.
Die Kombination mit weißem Spargel als Vorspeise ist hingegen eine zeitgenössische Setzung: Der Spargel ist in dieser Region der Inbegriff des Frühlings, und seine Saison beginnt in vielen Anbaugebieten genau rund um Ostern. Die Panna cotta als Dessert stammt aus dem Norden Italiens und hat längst den Weg in europäische Festtafeln gefunden. Sie steht für Eleganz ohne Aufwand, genau das Richtige zum Abschluss eines Menüs, das die Gastgeberin oder den Gastgeber frei lassen soll.
Nährwerte (pro Person, Gesamtmenü, Näherungswerte)
| Nährstoff | Menge |
|---|---|
| Kalorien | ~820 kcal |
| Eiweiß | ~52 g |
| Kohlenhydrate | ~48 g |
| davon Zucker | ~18 g |
| Fett | ~44 g |
| Ballaststoffe | ~6 g |
Häufige Fragen
Kann ich die Lammkeule einfrieren und später servieren?
Ja, die geschmorte Lammkeule lässt sich sehr gut einfrieren. Am besten frieren Sie sie mit etwas Fond übergossen in einem verschlossenen Behälter ein. Sie sollte langsam im Kühlschrank auftauen und dann bei
160 °C abgedeckt im Bräter aufgewärmt werden. Die Sauce separat einfrieren und ebenfalls sanft erwärmen. Die Textur leidet kaum, weil Schmorfleisch durch den hohen Bindegewebsanteil sehr stabil ist.
Was tun, wenn die Spargelterrine nicht fest wird?
Das passiert, wenn die Gelatine nicht vollständig aufgelöst wurde oder die Mischung beim Einfüllen noch zu warm war und die Sahne zum Schmelzen gebracht hat. Lösung: erneutes Verflüssigen der Terrine, Zugabe von weiterer, aufgelöster Gelatine (ein weiteres Blatt) und erneutes Kaltstellen. Mit Agar-Agar ist das Risiko geringer, weil Agar bei Raumtemperatur bereits geliert. Dann sollten Sie die Masse allerdings nicht mehr erwärmen, weil sie sich sonst wieder zusammenzieht.
Kann ich Lamm durch ein anderes Fleisch ersetzen?
Durchaus. Eine langsam geschmorte
Rinderschulter oder ein
Kalbstafelspitz folgen derselben Logik und lassen sich nach dem gleichen Prinzip vorbereiten. Die Garzeit verlängert sich je nach Stück auf
3 bis 4 Stunden. Wer kein rotes Fleisch möchte, kann eine ganze Hähnchenbrust durch kurzes Pochieren in aromatisiertem Fond ersetzen. Sie lässt sich ebenfalls kalt stellen und aufgeschnitten servieren, allerdings am besten bei Zimmertemperatur und nicht aufgewärmt.
Wie früh kann ich mit der Vorbereitung beginnen?
Die Lammkeule kann
zwei Tage vorher geschmort werden — sie verbessert sich dadurch sogar. Die Spargelterrine hält sich
einen Tag problemlos im Kühlschrank. Die Panna cotta kann ebenfalls am Vortag zubereitet werden. Das Basilikumöl und die Minzbutter halten im Kühlschrank bis zu
drei Tage. Das Kartoffelgratin wird idealerweise am Vortag gebacken und am Festtag nur aufgewärmt. Was an Ostern selbst noch zu tun bleibt: Erbsen kochen, Teller anrichten, Wein öffnen.
Gibt es eine vegetarische Alternative zum gesamten Menü?
Ja. Vorspeise und Dessert sind bereits problemlos vegetarisch – ersetzen Sie bei der Terrine Gelatine durch Agar-Agar. Für den Hauptgang empfiehlt sich ein
Sellerie-Osso-buco: Dicke Scheiben Knollensellerie werden in Olivenöl angebraten, mit Weißwein und Gemüsefond geschmort und mit Gremolata serviert. Das Kartoffelgratin bleibt unverändert. Die Minzbutter passt auch hier hervorragend.



