Der Sommer bringt nicht nur warme Temperaturen, sondern auch den Wunsch nach erfrischenden Getränken. Während die Supermarktregale mit industriell hergestellten Limonaden gefüllt sind, die oft zu viel Zucker und künstliche Aromen enthalten, bietet die selbstgemachte Rhabarber-Schorle eine natürliche und gesündere Alternative. Mit nur drei Zutaten lässt sich dieses traditionelle deutsche Erfrischungsgetränk zu Hause zubereiten. Die leuchtend rosafarbene Schorle kombiniert die angenehme Säure des Rhabarbers mit prickelndem Mineralwasser und schafft so ein Geschmackserlebnis, das jede gekaufte Limonade in den Schatten stellt. Die Zubereitung erfordert weder besondere Kenntnisse noch teure Zutaten, sondern lediglich etwas Zeit und die richtigen Handgriffe.
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Zutaten
Utensilien
Zubereitung
1. Rhabarbersirup vorbereiten
Falls ihr fertigen Rhabarbersirup verwendet, könnt ihr diesen Schritt überspringen. Wenn ihr jedoch mit Rhabarbersaft arbeitet, gebt den Saft zusammen mit dem Zucker in einen Topf. Erhitzt die Mischung bei mittlerer Temperatur und rührt regelmäßig um, damit sich der Zucker vollständig auflöst. Dies dauert etwa 5 bis 7 Minuten. Der Zucker dient nicht nur der Süße, sondern hilft auch dabei, die natürliche Säure des Rhabarbers auszugleichen. Achtet darauf, dass die Mischung nicht kocht, sondern nur leicht simmert – das bedeutet, dass kleine Bläschen am Topfrand aufsteigen, aber keine starke Blasenbildung stattfindet.
2. Sirup abkühlen lassen
Nehmt den Topf vom Herd und lasst den Rhabarbersirup vollständig abkühlen. Dieser Schritt ist wichtig, denn wenn ihr heißen Sirup mit kaltem Mineralwasser mischt, verliert das Getränk seine Kohlensäure und wird schnell schal. Stellt den Sirup am besten für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank. Ihr könnt den Sirup auch am Vortag zubereiten und über Nacht kühlen lassen. Ein gut gekühlter Sirup sorgt dafür, dass eure Schorle später richtig erfrischend schmeckt.
3. Schorle mischen
Gebt etwa 100 ml des gekühlten Rhabarbersirups pro Person in ein großes Glas oder direkt in eine Karaffe. Das entspricht ungefäßr einem Mischungsverhältnis von 1 Teil Sirup zu 3 Teilen Mineralwasser. Füllt dann vorsichtig das eiskalte Mineralwasser auf. Gießt das Wasser langsam ein, damit die Kohlensäure erhalten bleibt und nicht zu viel Schaum entsteht. Rührt die Schorle nur ganz leicht um, denn zu starkes Rühren lässt ebenfalls die Kohlensäure entweichen.
4. Servieren und genießen
Füllt die fertige Rhabarber-Schorle in gekühlte Gläser. Ihr könnt noch einige Eiswürfel hinzufügen, um das Getränk extra kalt zu halten. Wer mag, garniert die Gläser mit einem frischen Minzblatt oder einer dünnen Zitronenscheibe. Die Schorle sollte sofort nach der Zubereitung getrunken werden, damit sie ihre volle Frische und Spritzigkeit behält. An heißen Sommertagen ist dieses Getränk der perfekte Durstlöscher.
Tipp vom Chefkoch
Um die Intensität der Schorle anzupassen, könnt ihr das Mischungsverhältnis nach eurem Geschmack verändern. Wer es fruchtiger mag, nimmt mehr Sirup, wer es leichter bevorzugt, verdünnt stärker mit Mineralwasser. Der selbstgemachte Rhabarbersirup lässt sich auch hervorragend in verschließbaren Flaschen im Kühlschrank aufbewahren und hält sich dort etwa zwei Wochen. So habt ihr immer einen Vorrat für spontane Erfrischungen. Probiert auch verschiedene Mineralwasser aus: stilles Wasser macht die Schorle milder, stark kohlensäurehaltiges Wasser sorgt für extra Spritzigkeit.
Passende Getränkealternativen zur Rhabarber-Schorle
Die Rhabarber-Schorle ist selbst ein erfrischendes Getränk, kann aber wunderbar ergänzt werden. Für Erwachsene lässt sich die Schorle mit einem Schuss Prosecco zu einer sommerlichen Rhabarber-Bowle verwandeln. Auch ein Spritzer frischer Zitronensaft verleiht dem Getränk eine zusätzliche fruchtige Note. Kinder freuen sich über bunte Eiswürfel, die ihr aus verdünntem Fruchtsaft herstellen könnt. Wer experimentierfreudig ist, kann den Rhabarbersirup auch mit Holunderblütensirup kombinieren – das ergibt eine interessante Geschmackskombination mit floralen Noten.
Zusätzliche Info
Die Rhabarber-Schorle hat in Deutschland eine lange Tradition und gehört zu den beliebtesten selbstgemachten Erfrischungsgetränken. Rhabarber wird bereits seit dem 18. Jahrhundert in Europa kultiviert und war zunächst als Heilpflanze bekannt. Erst später entdeckte man seine kulinarischen Vorzüge. Der hohe Gehalt an Fruchtsäuren macht Rhabarber zum idealen Kandidaten für erfrischende Getränke. In der DDR war Rhabarber-Schorle besonders populär, da die Zutaten leicht verfügbar waren. Heute erlebt das Getränk eine Renaissance, weil immer mehr Menschen Wert auf natürliche Zutaten legen und industriell hergestellte Limonaden meiden möchten. Rhabarber enthält zudem wichtige Vitamine und Mineralstoffe wie Vitamin C, Kalium und Eisen, wodurch die Schorle nicht nur lecker, sondern auch gesund ist.



