Hauptgericht · Fischsuppe
Provence trifft Alpenküche: Warum diese Fischsuppe überzeugt
Diese Bouillabaisse mit Süßwasserfischen verzichtet bewusst auf Rascasse und Meerbarbe – und greift stattdessen zu Forelle, Saibling, Hecht und Flussbarsch, die in deutschen Seen und Flüssen zuhause sind. Das Ergebnis steht der Bouillabaisse marseillaise in Aromatik und Tiefe in nichts nach: ein samtiger Safranfond, würziges Gemüse aus Fenchel und Lauch, dazu eine knoblauchsatte Rouille auf geröstetem Baguette. Regionale Zutaten machen diese provenzalische Fischsuppe zu einem ehrlichen Alltagsgericht, das du ganzjährig kochen kannst. Der entscheidende Mehrwert gegenüber vielen anderen Rezepten: der Fond wird aus den Gräten und Abschnitten der Fische selbst gekocht – das bringt Tiefe, die kein Fertigprodukt erreicht.
🥗 Nährwerte pro Portion
🧰 Küchenausstattung
- Großer Topf oder Schmortopf (mind. 4 Liter)
- Feines Sieb oder Passiertuch für den Fond
- Scharfes Filetiermesser
- Schneidebrett (separat für Fisch)
- Stabmixer oder Mörser für die Rouille
- Suppenkelle und tiefe Teller zum Servieren
🛒 Zutaten
- Fische
- 300 g Forellenfilet (küchenfertig, Gräten und Abschnitte aufbewahren)
- 250 g Saiblingfilet
- 200 g Hechtfilet (sorgfältig entgrätet)
- 150 g Flussbarschfilet (oder Felchen)
- Gemüse und Gewürze
- 1 Stange Lauch, in Ringe geschnitten
- 1 Knolle Fenchel, in feine Streifen geschnitten
- 3 Zehen Knoblauch, fein gehackt
- 400 g Tomaten, gewürfelt (oder stückige Dosentomaten)
- 1 Liter Wasser (für den Fond)
- 0,5 g Safranfäden (ca. 1 großzügige Prise)
- 4 EL Olivenöl, kalt gepresst
- 1 Lorbeerblatt
- 2 Zweige frischer Thymian
- 8 g Meersalz (ca. 1 gehäufter TL, zum Abschmecken)
- 1 Msp. Cayennepfeffer
- 50 ml Pastis (optional, gibt Anisaroma)
- Für die Rouille
- 2 Zehen Knoblauch
- 1 Eigelb (Zimmertemperatur)
- 100 ml Olivenöl, kalt gepresst
- 1 TL Zitronensaft
- 0,5 TL edelsüßes Paprikapulver
- 1 Prise Salz
- Zum Servieren
- 1 Stange Baguette, in Scheiben geröstet
- 4 Zweige frischer Kerbel oder glatte Petersilie
👨🍳 Zubereitung
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Safran einweichen. Die Safranfäden in 3 EL lauwarmem Wasser einweichen. Mindestens 15 Minuten stehen lassen, damit die Farbe und das Aroma voll aufgeschlossen werden. ⏱ 15 min
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Fischfond kochen. Gräten und Abschnitte der Süßwasserfische kalt abspülen und in kleine Stücke brechen. In einem großen Topf mit 1 Liter Wasser, 1 Lorbeerblatt, 1 Thymianzweig und einer Prise Salz zum Kochen bringen. Schaum abschöpfen, Hitze reduzieren, ⏱ 25 min sanft köcheln lassen. Durch ein feines Sieb abseihen, Fond beiseite stellen. Mindestens 600 ml Fond sollten übrig bleiben.
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Gemüse anschwitzen. Olivenöl im gereinigten Topf auf mittlerer Stufe erhitzen. Lauch, Fenchel und Knoblauch darin ⏱ 5 min glasig anschwitzen, ohne Farbe zu nehmen. Tomaten zugeben, kurz mitrösten. Wer möchte, jetzt den Pastis angießen und ⏱ 1 min köcheln lassen, damit der Alkohol verfliegt.
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Suppe aufbauen. Den Fischfond in den Topf gießen. Safranwasser samt Fäden zugeben. Den zweiten Thymianzweig und den Cayennepfeffer einrühren. Alles zusammen ⏱ 10 min bei niedriger Hitze ziehen lassen. Mit Meersalz abschmecken.
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Fisch einlegen. Die Filets in Portionsstücke von ca. 5 cm schneiden. Hecht zuerst einlegen (festes Fleisch), nach 2 Minuten Forelle, Saibling und Flussbarsch nachgeben. Die Suppe darf jetzt nicht sprudelnd kochen – nur sanft bei 80–85 °C ziehen lassen. ⏱ 5 min genügen, bis der Fisch gerade gar ist. Optional: Flusskrebse in den letzten 2 Minuten mitgaren.
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Rouille zubereiten. Knoblauch mit einer Prise Salz im Mörser zu einer Paste reiben (oder fein hacken). Eigelb zugeben, kräftig verrühren. Das Olivenöl tropfenweise einarbeiten, bis eine dickliche Emulsion entsteht – wie eine Mayonnaise. Zitronensaft und Paprikapulver unterrühren, abschmecken.
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Anrichten und servieren. Baguettescheiben toasten. Suppe in tiefen Tellern anrichten, Fischstücke obenauf legen. Rouille auf die Baguettescheiben streichen und auf den Tellerrand legen. Mit frischem Kerbel oder Petersilie bestreuen und sofort servieren.
Rezept auf einen Blick
Diese Süßwasser-Bouillabaisse lebt von einem selbst gekochten Fischfond aus Gräten, der dem Gericht seine Tiefe gibt. Safran, Fenchel und Rouille verbinden heimische Fische wie Forelle, Saibling und Hecht mit provenzalischem Flair. In rund 75 Minuten entsteht ein vollständiges, beeindruckendes Hauptgericht für vier Personen.
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✨ Meine Süßwasser-Bouillabaisse, drei Variationen
Noch regionaler: Ersetze den Pastis durch einen Schuss trockenen deutschen Weißwein (z. B. Silvaner oder Müller-Thurgau) – das gibt eine feinere, weniger anisige Note, die gut zu Felchen und Saibling passt.
Mit Flusskrebsen: In der Krebszeit (Juni bis September) geben 8 frische Flusskrebsschwänze dem Gericht eine elegante Ergänzung. Einfach die letzten 2 Minuten mitgaren – nicht länger, sonst werden sie zäh.
Schärfer und kräftiger: Wer eine intensivere Rouille mag, gibt 1 kleine getrocknete Chilischote und eine halbe geraspelte Kartoffel (als Bindemittel) in die Emulsion. Das ist die traditionellere provenzalische Methode und macht die Sauce stabiler.
❄️ Aufbewahrung
Den Fischfond (ohne eingelegte Fischstücke) im verschlossenen Behälter bis zu 2 Tage im Kühlschrank aufbewahren. Die gegarten Fischfilets am besten separat lagern und erst beim Aufwärmen in die heiße Suppe geben – so bleiben sie zart. Für das Aufwärmen: Suppe langsam bei niedriger Hitze auf ca. 75 °C erwärmen, nicht mehr sprudelnd aufkochen. Die Rouille hält sich abgedeckt bis zu 24 Stunden im Kühlschrank.
🍷 Saison und Weinbegleitung
Ideale Saison:



