Einmachen · Fruchtgelee
Warum dieses Gelee in 25 Minuten gelingt – und nicht länger braucht
Dieses Johannisbeergelee mit drei Zutaten ist in 25 Minuten fertig im Glas – kein langes Einkochen, kein Zusatz von künstlichem Pektin, kein Scheitern beim Gelieren. Das Geheimnis liegt in den roten Johannisbeeren selbst: Sie gehören zu den pektinreichsten Früchten überhaupt. In Wiener Konditoreien wird dieser natürliche Vorteil seit Generationen genutzt, kombiniert mit einer kurzen, kontrollierten Kochzeit, die Farbe und Gelierung gleichzeitig sichert. Wer die drei Zutaten im richtigen Verhältnis einsetzt und auf eine saubere Technik beim Abseihen und Abfüllen achtet, bekommt ein leuchtend rotes, klares Fruchtgelee, das aussieht wie aus der Auslage einer Konditorei am Graben.
🥗 Nährwerte (pro Glas, ca. 200 ml)
🧰 Benötigte Utensilien
- Großer Kochtopf (mind. 3 Liter)
- Passiertuch oder feines Haarsieb
- Kartoffelstampfer oder Gabel
- Schöpfkelle oder Einfülltrichter
- 4 saubere Einmachgläser (je ca. 200 ml), sterilisiert
- Kleiner Teller, tiefgekühlt (für die Gelierprobe)
- Küchenthermometer (optional, aber nützlich)
🛒 Die Zutaten
- 1000 g frische oder tiefgekühlte rote Johannisbeeren (von den Rispen gestreift)
- 500 g Gelierzucker 2:1
- 30 ml frisch gepresster Zitronensaft (ca. ½ Zitrone)
👨🍳 Zubereitung
Fortschritt: 0 % der Schritte erledigt
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Gläser sterilisieren. Die Einmachgläser und Deckel mit kochendem Wasser übergießen oder im Backofen bei 120 °C für ⏱ 10 Min. erhitzen. Auf einem sauberen Küchentuch abtropfen lassen. Außerdem einen kleinen Teller in den Gefrierschrank legen – er wird später für die Gelierprobe gebraucht.
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Johannisbeeren waschen und entstielen. Die Beeren kalt abbrausen, abtropfen lassen und mit einer Gabel oder den Fingern von den Rispen streifen. Tiefgekühlte Beeren direkt verwenden – ein Auftauen ist nicht nötig.
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Saft gewinnen. Die Beeren in den Kochtopf geben und mit einem Kartoffelstampfer kräftig zerdrücken. Anschließend 50 ml Wasser dazugeben und bei mittlerer Hitze unter gelegentlichem Rühren ⏱ 5 Min. sanft köcheln lassen, bis die Beeren vollständig aufgeplatzt sind.
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Saft abseihen. Die Beerenmasse durch ein feines Haarsieb oder ein mit einem Passiertuch ausgelegtes Sieb gießen. Den Saft ohne Drücken ablaufen lassen – wer presst, riskiert Trübung. Ziel sind mindestens 500 ml klarer Johannisbeersaft.
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Gelierzucker und Zitronensaft einrühren. Den abgemessenen Saft zurück in den Topf geben, Gelierzucker 2:1 und Zitronensaft einrühren. Unter ständigem Rühren zum Kochen bringen. Sobald die Masse sprudelnd kocht, genau ⏱ 3 Min. kochen – nicht kürzer, nicht länger. Den entstehenden Schaum mit einer Kelle zügig abschöpfen.
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Gelierprobe durchführen. Einen Teelöffel Gelee auf den tiefgekühlten Teller geben und ⏱ 1 Min. warten. Schiebt man mit dem Finger dagegen und die Masse faltet sich, ist das Gelee fertig. Bleibt sie flüssig, noch einmal ⏱ 2 Min. sprudelnd kochen und erneut testen.
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Heiß in Gläser abfüllen und verschließen. Das fertige Gelee sofort mit einer Schöpfkelle oder einem Einfülltrichter randvoll in die sterilisierten Gläser füllen. Deckel fest aufschrauben und die Gläser für ⏱ 5 Min. auf den Kopf stellen, dann umdrehen und vollständig auskühlen lassen.
Das Rezept auf einen Blick
Rote Johannisbeeren zerstampfen, den Saft durch ein feines Sieb abseihen und mit Gelierzucker 2:1 genau drei Minuten sprudelnd kochen – fertig ist ein leuchtend rotes, klares Gelee, das randvoll in sterilisierte Gläser abgefüllt wird. Die kurze Kochzeit erhält das natürliche Pektin der Beeren und sorgt für die intensive Farbe, die Wiener Konditoreien seit jeher kennzeichnet. Vier Gläser à 200 ml sind in 25 Minuten bereit.
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✨ Mein Johannisbeergelee – drei Variationen, drei Stimmungen
Das Grundrezept ist bewusst pur gehalten, damit die Frucht sprechen kann. Wer möchte, kann es auf drei Wegen verfeinern, ohne die Gelierung zu gefährden:
Mit Vanille: Eine aufgeschlitzte Vanilleschote zusammen mit dem Gelierzucker in den Saft geben und vor dem Abfüllen herausnehmen. Das Ergebnis ist ein leicht süßlich-rundes Gelee, das besonders gut zu Frischkäse passt.
Mit schwarzen Johannisbeeren: 200 g der roten Beeren durch schwarze Johannisbeeren ersetzen. Der Pektingehalt bleibt hoch, die Farbe wird tiefer, der Geschmack kräftiger und leicht herb – ideal als Tortenglasur.
Mit einem Hauch Zimt: Eine halbe Zimtstange während des Kochens im Saft mitziehen lassen und vor der Gelierprobe entfernen. Besonders schön als Wintervorrat, der zu Wildgerichten oder dunklem Brot passt.
❄️ Aufbewahrung
Originalverschlossene Gläser halten sich kühl und dunkel gelagert – am besten im Keller oder in einem dunklen Schrank – bis zu 18 Monate. Nach dem Öffnen das Glas im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb von drei bis vier Wochen aufbrauchen. Wichtig: Nur mit sauberem, trockenem Löffel entnehmen, damit kein Schimmel entsteht. Wer merkt, dass der Deckel sich beim Öffnen nicht mit einem typischen Knacken löst, sollte das Glas sicherheitshalber nicht verwenden.
🍷 Saison und Begleitung
Ideale Saison:


